Wolfgang Amadeus Mozart: ein musikalisches Wunderkind, dessen Talent und Lebensfreude die Welt verzaubern. Doch hinter dem Glanz und der Lebenslust lauert die Schattenseite des Ruhms. Antonio Salieri, ein erfolgreicher Komponist am kaiserlichen Hof, sieht sein eigenes Leben und Wirken im Vergleich zu Mozarts Genie verblassen. Von Bewunderung getrieben, aber zugleich von Eifersucht zerfressen, beginnt Salieri ein Spiel aus Intrigen und Manipulation, das nicht nur das Leben des jungen Mozarts bedroht, sondern auch seine eigene Seele auf die Probe stellt.
Peter Shaffers Drama zeigt auf packende Weise den Konflikt zwischen Genie und Mittelmaß, zwischen Neid und Bewunderung, zwischen Ehrgeiz und moralischem Gewissen. Das Stück Amadeus verspricht ein fesselndes Theatererlebnis zu werden, das in die Tiefen menschlicher Leidenschaft, Ehrgeiz und Besessenheit führt. Unter der Regie von Frank-Lorenz Engel wirft der Klassiker Fragen nach Gerechtigkeit, Talent und der Tragik des Lebens auf.
SPIELDAUER
2 Stunden 25 Minuten
(inklusive 20 Minuten Pause)
| Wolfgang Amadeus Mozart | Valentin Mirow |
| Antonio Salieri | Hartmut Volle |
| Constanze Weber, Mozarts Frau | Hanna Kogler |
| Joseph II., Kaiser von Österreich | Christopher Krieg |
| Graf Johann Kilian von Strack, Kaiserlicher Kammerherr | Detlev Nyga |
| Graf Franz Orsini-Rosenberg, Direktor der Nationaloper | Raphael Grosch |
| Baron Gottfried van Swieten, Präfekt der Nationalbibliothek | Jan Henning Kraus |
| Zwei Venticelli, Lüftchen: Zuträger von Informationen und Gerüchten | Maria Arnold & Fabian Baecker |
| Katharina Cavalieri | Sonja Plahusch, Sarah Gebhardt |
| Teresa Salieri | Sigrid Roßmann |
| Bürger von Wien, Diener, u. a. | Felix Volnhals, Justin Lange & Dustin McKenna |
| Autor | Peter Shaffer |
| Bearbeitung und Regie | Frank-Lorenz Engel |
| Musikalische Übergänge | Valentin von Lindenau |
| Dramaturgie | Prof. Dr. Jeroen Coppens |
| Bühnenbild | Tilmann von Blomberg |
| Leitung Kostümbild | Anke Küper & Kerstin Laackmann |
| Leitung Maskenbild | Wiebke Quenzel |
| Regieassistenz / Inspizienz | Mona Brinkmann |
| Kostümbildassistenz | Anna Frauendorf |
| Bühnenbildassistenz | Josephine Kraemer |
| Regiehospitanz | Sarah Gebhardt |
| Verlag | S. Fischer Verlag GmbH |
| Technische Leitung | Jan Langebartels |
| Bühnenbau | Birk Nicolai Kessel, Marc Gehindy, Sebastian Häbel, Tobias Möschl, Justin Lange, Stefanie Zubrod, Martha Unterhofer, Vincent Layh, Pete Goesch, Matthias Karl, Thomas Kemmerer, Lothar Lukas, Sebastian Speth, Konstantin Firnbach. |
| Requisite | Barbara Müller / Justin Lange |
| Kostümwerkstatt | Kenza Allouch, Lena Hausmann, Zabotka S. Palm, Peter Plaschek, Wirasinee Rady, Elvira Schäfer, Rachel Semenov, Olivia Zimmerman |
| Dresser | Michaela Truka, Sabine Döring |
| Maskenwerkstatt | Sonja Hernandez Cruz |
| Leitung Ton | Sebastian Heil |
| Ton | Mira Lauren Schulte Strathaus, Lars Nieminen, Sebastian Heil, Kevin Müller |
| Leitung Licht | Jan Langebartels |
| Licht | Oliver Ehmes |
| Festspielbüro | Jeroen Coppens, Neslihan De Pascalis, Petra Gismann, Melanie Lange, Zoe Lange, Luca Schmidt |

„Regisseur Frank-Lorenz Engel (…) präsentiert mit „Amadeus“ nicht nur ein gelungenes Charakterspiel, sondern auch einen veritablen Krimi. Der von Engel inszenierte „Amadeus“ ist jedenfalls allen Lobes wert. Weil er keine Minute Längen hat, weil er spannend ist bis zum Schluss, weil er rasche Übergänge von Salieris Rolle als Erzähler und als Protagonist der Handlung kreiert, weil er virtuos Schauspiel, Sprache und die immer wieder eingespielte Musik verwebt, weil man quasi en passant Interessantes über Mozarts Oeuvre erfährt. Und weil er mit Bildern aufwartet, die im Kopf bleiben.“
„Hartmut Volle (…) hat eine beeindruckende Bühnenpräsenz. Und das von den ersten Worten an, wenn Salieri im Rollstuhl sitzend greise und siechend mit Fistelstimme nahelegt, er sei für den frühen Tod Mozarts verantwortlich. Aber nicht nur in leisen Szenen brilliert Volle, sondern auch, wenn er aufbrausend und von Besessenheit zerfressen sogar Gott herausfordert. Der 72-Jährige offenbart eine enorme Bandbreite und bespielt auch in Monologpassagen mühelos die große Bühne im Amphitheater. Volle ist der Star des Stücks.“
„Dem steht Valentin Mirow als Mozart kaum nach. Der 29-Jährige wurde in Hanau bereits mit Publikums- und Darstellerpreisen bedacht. Er verkörpert überzeugend Mozarts Exzentrik, seine Überheblichkeit, seine manchmal unflätigen Entgleisungen, aber auch seine liebenswerte Unbekümmertheit und sein musikalisches Genie. Vor allem im zweiten Akt kann der gebürtige Münchener sein ganzes Können zeigen.“
„Hervorzuheben ist auch Festspiel-Novizin Hanna Kogler als Mozarts Frau Constanze. Nicht nur in der berührenden Sterbeszene ist ihr Spiel ergreifend. Überzeugend auch Christopher Krieg, der als österreichischer Potentat mit stellenweise leicht wienerischem Singsang mal erhaben auftritt, dann wieder überraschend platt, wenn er Mozarts Oper ‚Die Entführung aus dem Serail‘ als ‚ganz nett‘ bezeichnet, aber kritisiert, sie habe ‚zu viele Noten‘. Entwaffnende Entgegnung des Maestros: ‚Es sind genau so viele Noten wie notwendig.‘“
– HANAUER ANZEIGER, 15. Juni 2026

„In seiner zugleich tiefen und gut zugänglichen Inszenierung zeigt Frank-Lorenz Engel den fiktiven Gegensatz zwischen Mozarts göttlichem Genie und Salieris menschlichem Mittelmaß.
Wie meist lässt auch diesmal die Besetzung kaum Wünsche offen. Vor allem Hartmut Volle passt glänzend in die Rolle des eifersüchtigen Salieri. (…) In Amadeus überzeugt er mit starker Bühnenpräsenz. Im Rückblick führt er packend durch Salieris Aufstieg und Fall als Kapellmeister am Hof von Joseph II.“
„Volle schlägt von der ersten Szene an, als er als Greis in einem hölzernen Rollstuhl einsam auf der Bühne sitzt, den Zuschauer in seinen Bann, sei es bei den Schilderungen seiner Intrigen gegen Mozart oder seinem Kampf gegen Gott, dem er ins Handwerk pfuschen will.“
„Valentin Mirow als Mozart beherrscht tadellos die Klaviatur der Gefühle. Er verkörpert den flatterhaften, überdrehten und obszönen Mozart ebenso überzeugend wie das verzweifelte, von seiner Frau Constanze wegen seiner Eskapaden und Geldnot verlassene Genie.“
– FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, 22. Juni 2026
„Hartmut Volle verkörperte diesen Salieri mit einer enormen Bühnenpräsenz. Besonders eindrücklich gelang es Volle, diesen inneren Konflikt im großen Monolog kurz vor der Pause darzustellen.“
„Visuell unterstützt wurde das Drama durch ein effektvolles Bühnenbild. Mit nur wenigen Handgriffen verwandelte sich die Spielfläche im laufenden Stück von einer Oper in Salieris Wohnzimmer oder in den Wiener Hof. Diese fließenden Umbauten gaben dem Abend eine angenehme Dynamik, ohne die Bühne jemals zu überfrachten.“
– GELNHÄUSER NEUE ZEITUNG, 15. Juni 2026

„Sehenswert ist es, dieses Psychogramm eines lebenslang Getriebenen unter weißem Kuppeldach des Hanauer Amphitheaters in Mainnähe. Sehenswert vor allem, weil Shaffer es bereits 1979 für Hartmut Volle (72) geschrieben zu haben scheint. Den Mann kennt man. Aus zahllosen Fernsehrollen, darunter aus dem Ermittlerteam des saarländischen »Tatorts«. Im Fernsehen? Durchweg solide. Auf der Bühne? Brillant. Einer, der sein Können auf hölzernen Brettern, in Anwesenheit eines leibhaftigen Publikums gänzlich zu entfalten weiß. In seinen Bann zieht. Mit sonorer Stimme. Mit behutsamem Agieren. Der Salieri ist wie für ihn gemacht.“
– MAIN ECHO, 22. Juni 2026